26. NOSJV-Jodlerfest St. Moritz 2007


Jodel-Doppelquartett TV Adliswil Klasse 1
Leitung: Werder Peter, Adliswil "Edelwyss" Emil Herzog
Tongebung Spitze Hochlagen bei den Tenören in den LT 5 sowie 15 und 16. Der Chorklang als Ganzes wirkt ausgeglichen. Von der 1. Jodelstimme hört man gepresste Hochtöne in den JT 3 und 6.
Aussprache Präzise einstudierter, prägnant und gut zusammen vorgetragener Liedtext. Gut abgestimmte Jodelvokalisation.
Rhythmik Klar gegliedert mit markanter Metrik und schwungvoller Temponahme.
Dynamik Man hört dynamisch gut herausgearbeitete Stellen in den LT 9 bis 12 sowie 15 und 16 der 1. Strophe, wie auch die eindrückliche Aufzählung von "Bärgluft, Räge, Sunneschyn", die "d's Edelwyss" alle gern hat, in der 3. Strophe. Ebenfalls bei der gleichen Strophe folgt auf dem weichen Jodelteil der JT 1 bis 4 der sehr satte Jodelpart der JT 5 bis 8. Der Chor beginnt gemäss kompositorischer Vorgabe "Gemächlich", steigert sich dann aber sehr stark.
Harmonische Reinheit Der Chor steigt bis zum Schluss des Vortrages von B-Dur nach H-Dur. Im Liedteil wird die Harmonie gut gewahrt ausser im LT 14 der 2. Strophe, wo bei den Sechzehntel-Partien der Tenöre unreine Intervalle zu hören sind. Im Jodel verursacht die 1. Jodelstimme unreine Hochtöne im JT 3 bei der 1. und 2. Strophe, sowie im JT 6 bei der 1. und 3. Strophe.
Gesamteindruck Eine textgerechte, erlebte Gestaltung mit dynamisch schöner Steigerung im Jodel der 3. Strophe. Das "Edelwyss" wird uns eindrücklich vorgestellt.
Juror Stefan Capeder