Liedertexte


Ä Freudetag

Es git im Läbe ab und zue ganz ussergwöhnlich Stunde,

hüt ischs so wyt, mer hend derzue es Liederstrüssli bunde!

S'isch schön, dass es üch git!

 

Mit Stolz wend mir dä Freudetag i volle Züge gniesse,

und da derzue, das isch kei Frag, üch alli härzlich grüesse.

S'isch schön, dass es üch git!

 

Das hütig Fäscht, das gaht verby, d'Erinnrig wend mer b'halte,

für all diä Stunde dankbar sy, mög d'Fründschaft niä erchalte!

S'isch schön, dass es üch git!


Edi Gasser

Alpabfahrt

 

Bald scho isch der Sommer ume und de Herbst zieht lis is Land;

d‘Weide werdet langsam suber, Nebel ziehnd dör Kluft und Wand.

D’Lüft tüend chalte Tage churze, s'oberst Älpli het scho Schnee,

drum müend mer as heigoh denke, vo de Berge Abschied neh.

 

Talwärts fahrt bald Senn um Sente, Chüeh und Geissli gross und chli;

s'Molche-ross mit Hab und Brente goht em Vechli hindedri.

Stiller wird’s uf Berg und Weide, s’Herdeglüt verklingt bald lis,

Lang wird‘s währli nümme dure, so sind üsi Berge wyss.

 

Friedlich ziehnd drum d’Herde heiwärts, d’Senne juchzet froh derby.

Frisch und g’sund ist alles bliebe, ´s ist en guete Sommer gsy.

Fröhlich rüeft de Senn sym Nochbur, b’hüet di Gott und chumm bald noh.

Üsem Herrgott wönd mer danke, keine het hür O-gfell g’ha. 


Jakob Düsel

Alpenacht

Schickt's Abigliecht vom höchschte Firn, si letschti Strahl uf d'Weid  
und het im sanfte Dämmerschyn all Blueme z'schlafe gleit,
de fahrt, wie vom ne Geischt entlah Urschwyzertum de Berge nah.
Mer ghört und weiss nüd rächt vo wo dur d'Luft es eigets Jutze cho.

Wänn käset ischt und s'Älplervolch, sich wärmt am Hüttefüür
und's pfyft und prasslet i de Gluet, als wär's so nüd rächt ghüür,
de gahd im Chreis s'Verzellen a vom Sageschatz sim Drumm und Dra.
Dezue,  mer weiss nüd rächt vo wo isch au das eiget Jutze cho.

Und luegt mer dänn im Sterneglanz uf Weid und Wald und Flueh,
so isch als chäm das Sagevolch vo dert her uf eim zue.
Dänn Berg und Wald nänd Läben a i jedem Riss gsehsch Gstalte stah, 
und sisch, als wüsst mer jetzt, vo wo das eiget Juchze chönnti cho.

R. Fellmann

Am Jodlertisch

Wenn Jodler zäme sind, so gids e gfreuti Sach.

S’wird nid politisiert, es gid kei böse Krach.

E fröhlichs Jodellied, das wird zum Beschte gäh.

„Myn liebe, alte Fründ was wotsch denn du no meh?

Myn liebe alte Fründ (2. Bass / was wotsch denn du no meh?)

 

O doch, en wysse Wy, der g’hört doch au derzue,

so mag de erscht Tenor ganz ring i d’Höchi ue.

Da meint im zweite Bass, e liebe, alte Knab:

„Mit wyssem Wy, jawohl, da mag i guet durab,

mit wyssem Wy, jawohl, (2. Bass / da mag i guet durab.)

 

Ja d’Stimmig die isch guet, Humor isch au derby.

A üsem Jodlertisch, da magsch du gmüetlich sy.

Doch gaht die schöni Zyt nur allzu rasch verby,

drum schnell nomal es Lied und au nomal chly Wy,

drum schnell nomal es Lied und (2. Bass / au nomal chly Wy.)


Fred Kaufmann

Bärgandacht

Wenn uf z'mahl der Tag wott dunkle, und der Himmel füürig staht,

gseht mer d’Bärge wie sie funkle, d’Sunne, d’Sunne langsam under gaht.

D’Sunne langsam under gaht.

 

No hesch Zyt de Abe z’gniesse, lang stahn ich scho ob der Flue.

So cha mich nüd meh verdriesse, lueg ich, lueg ich g’spannt däm Wunder zue.

Lueg ich g’spannt däm Wunder zue.

 

Dür my Chopf geit ei Gedanke, i blyb stah bis wyt y d’Nacht;

All das hei mir eim z’verdanke, Herrgott , Herrgott hesch du d’Wält schön gmacht.

Herrgott hesch du d’Wält schön gmacht.


Reto Stadelmann

Bärg-Arve

Härt de Stamm mit chrumme Äste staht en Arve ob d’r Flueh.

Wild und trotzig schüsse d’Bärge hinde dra in Himmel ue.

Mänge Sturm hät dranne grisse, immer isch sie bliebe stah;

hät sich fest am Felse g’halte, tapfer g’wehrt und nie la gha.

 

Schnee und Iis, en chalte Riife, händ sich schwer uf d’Ästli gleit.

Chrumm und chnorrig isch sie worde, aber jedi Last ertreit.

Blitz und Hagel händ’s verschlage, Wätterluft de Giebel g’schnellt;

sie isch starch und stärcher worde, alli Zyt sich tapfer g’stellt.

 

So isch’s Volch in üsem Ländli wie-n-e Arve, härt und starch;

ruch und treu, nach usse ruppig, aber gsund im tüftschte March.

Wänn au zäch und voller Egge üsi Schwyzermanne sind,

so isch’s Land und’s Schwyzervölchli doch em Herrgott s’liebschti Chind.


Hans W. Schneller / Hans Blunier

Bärgkristall

Gwachse uf dä herte Steine, g’formt i tuusige vo Jahr,

putzt und gschliffe chönntisch meine, s’wär das süberscht Glas sogar.

Funkle tuet är i der Sunne, s’chund mer wie nes Wunder vor.

Gids ächt tief im Bode unne us Kristall es Himmelstor?

 

Grobi Zingge fiini Spitze, luter wie ne klare See,

strahle, glänze, funkle, blitze, magsch nid gnueg das Spieli gseh!

Geschter isch us dunkler Ärde der Kristall a d’Sunne cho.

S’isch es Uferstoh, es Wärde. Lueg nur rächt: Wirsch still und froh!

 

Gäbs nid au i üsem Läbe tuusig dertig glänzig Stei?

Mänge suecht die Schätz vergäbe lauft verby a Huus und Hei.

Liebi, Fründschaft, schöni Stunde und die chline Freude all.

Suech! Hesch gly es Stückli g’funde. Häb dra Freud, wie am Kristall!


Edi Gasser / Ruedi Geisser

Bim Vernachte

Uf em Bänkli vor der Hütte sitzt der Sänn im Abigschy,
lost uf's Herdegloggelüte, luegt wyt über d'Weide-n-y.
Still sind d'Bärge rings i'r Wyti, dunkler wird's i Tal und Grund,
wie-n-e schöni Silberchetti glänze d'Fluehbäch i de Rund.

Dunkel tönt das Wasserrusche, fascht wie ferni Orgeltön,
Wehmuet gryft as'Härz bim lusche, Alpewält, wie bisch du schön! 
Grat und Firn und Gletscher trinke milde Mond- und Stärneglanz,
und sie lüchted und sie blinked wie-n-e wyte Silberchranz.

Lys, wie fern us Äterlüfte, tönt en wunderbare Gsang,
es verklingt i Fels und Klüfte schön und rein der Alphornklang.
Froh leit jetz de Sänn sich nieder bis zum nächste Morgerot,
dänn beginnt sy Arbet wieder, bis dahin: "Es walte Gott!".

Emil Herzog / Chr. Lengacher

De Muni Jodel

De Muni hätt em Chueli zum Geburtstag öppis gää.

Es ganzes Büscheli Heu (doch sie hätt g’seit:)

(2. Bass) Si wetti meh.

De Muni hätt zum Chueli g’seit Ich cha do nüüt derfür, 

ich hett dir öppis tüürers kauft doch leider bin i Stier.

(Alle) ich hett dir öppis tüürers kauft doch leider bin i Stier.

 

De Muni hätt zum Chueli g’seit: Hütt mached mir mal s’Chalb!

(Die beide händ es Rendevous)

(2. Bass) Ganz obe uf der Alp.

Und was die zwei det tribe händ gaht niemer öppis aa.

Doch hätt die Chue im nächschte Jahr es herzig’s Chälbli gha.

(Alle) Doch hätt die Chue im nächschte Jahr es herzig’s Chälbli gha.

 

Wänn du dehei en Muni häsch, dänn mach dich nöd verruckt.

(De Ring wo’n er dur Nase treit)

(2. Bass) Das isch es wo en juckt.

Und mit dem Ring bringsch en genau det hie, wott en wotsch ha.

Drum chasch en ab und zue au öppis dure stiere laa.

(Alle) Drum chasch en ab und zue au öppis dure stiere laa.

 

Alex Eugster / Peter Pius Möckli

Der Früehlig isch cho

 

Es chroset und toset ringsum i de Flüehne, der Früehlig, der Früehlig isch cho,

s'gaht z'Alp mit Guschti und Chüehne dur's Bärgland duruf, der Sunnhalde na.

Wie stolz stigt doch mit ihrem Meije die schönschti Chueh der Wäg, der Wäg vora

und d'Buebe jutze und holeje, möcht wüsse wärs am beschte cha.

 

Es treichlet und lütet i bärgfrüsche Morge, d'Wildwasser rusche is Tal.

Häll glänzt und unverborge, höch obe de Firn im Früehsunneschtrahl

und d'Bruscht wird frei zum frohe Singe kei Näbel lit uf Härz, uf Härz und Gmüet.

Es isch mer schier jetz müess mer glinge der Heimat z'lieb es fröhlichs Lied.

 

Kei Schatte im Blaue, kei Chummer im Huttli und s'Härz voll jungfrüsche Muet,

und chärngsund unterem Chuttli, mit üs meints der Herrgott allizyt guet.

Mir stönd i Firnwind uf em Chutze höch übrem Dunst im tüfe, tüfe Tal.

Mit Singe schänke mir und Jutze all's was üs drückt am Wasserfall.

 

Paul Müller-Egger

Ds Jodellied

Gar mächtig tönt us voller Bruscht es Lied, so wunderbar
und was die Wort eus säge tüend isch schlicht und doch so wahr,
s’isch ds Jodellied, s’ isch ds Heimatlied, ja ds Lied vom Schwyzerland,
wo eusi Väter gsunge händ und’s gleit i eusi Hand.

Verzelle tuet’s so  heimelig vo gsundem Burestand,
vo Wildbäch, schöne Alpesee vor höche Felsewand.
Vo Bluemepracht und Herdeglüt höch obe uf der Weid,
wenn du die Schönheit alli gsesch de jublet ds Härz vor Freud.

D’r Jodel setzt no Chrönli uf, us vollem Härz u Gmüet,
so tönt wyt über ds Schwyzerland das schöne Jodellied;
wär’s hüt no singt und schetze cha isch no vo altem Schrot ,
dä staht für eusi Heimat y, au i der gröschte Not!

Emil Herzog / Hans Jendt

Edelwyss

I'r höche, schöne Alpewält, wänn’s grüenet immer meh,

hät s'Edelwyss sys Chöpfli uf vom Schlaf, bim letschte Schnee!

Es freut sich i de reine Luft so rächt deheime z'sy,

wyt z'luege über s'Bärgland us im helle Sunneschyn!

 

Det wo's vo'r höche Felsewand so frei zum Himmel lacht,

staht äs in Silber, goldverziert, gar schlicht, es isch e Pracht!

De Herrgott bhüeti alli Zyt das prächtig Edelwyss, 

es Chlynod einzig i sir Art i wünschti es wär mys!

 

Im wätterhärte Wullechleid zeigt äs syn Wunderstärn,

ob Bärgluft, Räge, Sunneschyn, es het sie alli gärn!

So sind au ächti Bärglerlüt, währschaft und inne guet,

isch s'Läbe für sie mängisch schwär, händ sie doch frohe Muet!


Emil Herzog

E Hand voll Heimaterde

Ganz lys erwacht e junge Tag, verschlafe sind no Dorf und Hütte.
Die erschti Vogelstimm im Hag, laht z´Frühkonzert ylüüte.
Es tropfet us em Blätterdach. Vom Gwitter us der letschte Nacht,
und Nebel schliche Geisterglich, verstohle dür mis Heimatrych.
Ja Dörfli bisch mis Glück, mis Hei, mir läbtig la di nöd ellei!

Dert uf dr Egg bim Lindebaum, da wänd mir de e chli verwyle.
Und lusche eusem Summertraum, der Morgestimm, der fiine.
Es schmöckt so frisch und Aerdeguet, nach nassem Härd und junger Bluescht,
es isch als hätti d’Gwitternacht, ganz nöi Luft i d’Heimat bracht.
Ja Dörfli bisch…….

Uf einisch wird es z’grächtem hell, i Hus und Hof fahts afa lärme,
vertrouti Tön us Schür und Stall, die lönd mis Herz erwärme.
Und hinter Wulche, lueg die Pracht, wie Gold, mir d’Sunn i d’Auge lacht.
Oh Himmelstroscht, ghör i die Wort. Du prächtig schöne Heimatort!
Ja Dörfli bisch ……..

Hannes Fuhrer

E gschänkte Tag

Wenn der Himmel voller Wulche steit,

git es Tage wo di nüt meh freut;

de vergiss im Läbe nie, dass alli Wulche wyter zieh...

De vergiss im Läbe nie, dass alli Wulche wyter zieh...

 

Bringt e ruche Luft dir Froscht und Schnee,

chasch dy Wäg und au dys Ziel nid gseh,

ja de chunnt au Mal die Zyt, wo’s wieder Alperose git!

Ja de chunnt ou Mal die Zyt, wo’s wieder Alperose git!

 

Staht de d’Sunne goldig übrem Tal,

dank derfür, u sing u jutz es Mal!

Freu di dra, vergiss di Chlag, und dänk, es sig e gschänkte Tag!

Freu di dra, vergiss di Chlag, und dänk, es syg e gschänkte Tag!

 

Adolf Stähli

E Luusbueb

Ich kenne es chlises luschtiigs Büebli, 

e Luusbueb, das chasch em nümme nä.

Hed geschter vo s’Nachbers schönschte Rüebli,

de chline Chüngel z’frässe gäh.

De Luusbueb seit: Lose sie Herr Marti, die Chüngel händ e Mega Party.

 

Und s’Grosi cha Brülle nümmee finde,

e jede suecht vom Chäller bis zum Dach.

De Chlienscht nid, schpillt dusse bi de Linde,

und jetz lueg, dä weis chli meh vo de Sach.

De Luusbueb seit: D’Brülle, s’isch doch s’Gaudi, treit euse alte Chatzemaudi.

 

De Bueb mues de Tante Vroni go säge,

Si söll doch morn zum Kafichränzli cho.

Nur das nid, verschteckt sich bi de Schtäge,

und am nöchschte Tag isch Tante nid do.

De Luusbueb seit: Glaubsch, die häts vergässe, und er darf Torte sälber ässe.

 

Josef Dubach

E schöne Tag

Wänn d’Sunne scho am Morge früeh mich fründlich tuet begrüesse.
De stahni uf s’macht mir kei Müeh es isch e Freud keis müesse.
S’Wasser plätscheret det bim Brunne, s’glänzt im Morgesunnestrahl.
Uf de Fälder ghöhrsch es Summe, alls verwachet überall.

Es blüeht im Gärtli s’isch e Pracht eis Blüemli näbem andere.
De zue no heiter d’Sunne lacht, chumm  mit mir wänd go wandere.
Bi de Böime uf de Höchi, häsch d’Natur grad vor der zue.
G’hörsch und g’sesch alls us de Nöchi, s’tuet eim guet die bsundri Rueh.

Vo witem ghörsch es fröhlichs Tue, es Singe und es Lache.
Da ghöred mir au gärn dezue, s’tuet allne s’Härz ufmache.
Euse Heiwäg gaht dur d’Weide, Gloggetön und Sunnegluet
So ne schöne Tag voll Freude, git eus Chraft und nöie Muet.

Josef Dubach

Es Blüemli

Am Abe si mir luschtig, am Morge si mir froh,

u fange n-eis a jutze, mir Senne si halt so.

Bi üsne liebe Chueleni, uf saftig grüener Weid,

wenn d'Chüejerglogge lüte chlopft üsers Härz us Freud!

 

Dr Wasserfall tuet ruusche z'nächscht hinge bi dr Flueh,

dert het es Alperösli, ja währli grad bis gnue.

Scho mängisch hani gsinnet us lisli dänkt dr by;

o chönnt i doch au so'nes nätts härzigs Blüemli si!

 

Doch weiss i mir es Blüemli, vo zarter hübscher Art,

i bi ganz dri versässe, wett säge grad vernarrt.

Mys Blüemli, du mys Blüemeli, mys liebe Blüemeli,

möcht ohne dich nümm läbe chönnt ohne dich nümm si!

Emil Herzog / Arnold Dussy

Es herbschtelet

Über bleichi Herbschtzytlose 
fächled lys der warmi Föhn
Wo'n i stah und wo'n i lose
chömed arig schwäri Tön
us der Wity nöime här
wie wänn d'Wält am Stärbe wär
wie wänn d'Wält am Stärbe wär

I der Höchi schiesse d'Schwalbe
s'letschte mal na übers Dach
Alls isch anders, nümm wie albe
müed und langsam schint der Bach
Näbel geischtret us em Gschtrüüch
s'Lied im Hag wird eismal schüch
s'Lied im Hag wird eismal schüch

Mit de bleiche Herbschtzytlose
chunnt jetzt au e stilli Zyt
wo mer ynezue möcht lose
und es troches brünnigs Schyt
wiedermal uf d'Fürstatt leid
mit em Blick uf d'Ewigkeit
mit em Blick uf d'Ewigkeit

Emil Wallimann / Beat Jaeggi

Glogge-Jodel

Bim Bam Bim Bam...

Jodlerinnen: d'Chile Glogge lüted hüt, teiled Freud und Leid dir mit.

Rüeft dur's Tal und über d'Flueh, Danket Gott und gniesset d'Rueh.

 

Sepp Amstutz

Grüess Gott

Grüess Gott ihr Lüt vo Stadt und Land, vo jedem Alter jedem Stand,

s’erschyne tued üs freue, erschyne tued üs freue.

Mir gönd e chli uf d’Liederfahrt und händ kei Müeh und Arbet gspart,

eu s’cho, eu s’cho, eu s’cho, eu s’her-cho ned la z’greue.
 
Mit wandre fömmer z’undersch a und bsuechid de bim obsi gah,

diä allerschönschte Stelle, diä allerschönschte Stelle.

Mir cherid öppe-n einisch y und was mer all’s erfahrt derby,

tüend mir, tüend mir, tüend mir, tüend mir eu verzelle.
 
Eu z’Ehre simmer zäme cho, hand s’Chrättli volle mit üs gnoh,

tüend gern drus use schöpfe, tüend gern drus use schöpfe.

Mir hoffid s’werd kei Stirne chrus, de G’sang tryb ehnder d’Mugge us,

us Herz, us Herz, us Herz, us Herz und strobe Chöpfe.

 

Nach dem letzten Jodel: Grüess Gott!

 

R. Fellmann

Gwitternacht

Gwitternacht, ghörsch Dui, wie’s dussä chracht; schnelli Blitz erhellid s’ganzi Tal.

Und uf’s Mal, da setzt der Donner ii; s’dunkt mich grad voller Gfahr.

Doch jedes Pflänzli freid sich dra, s’hed scho lang nid z’trinke g’ha;

s’isch gar so heiss und troche gsi, doch jetz isch das verbii.

S’isch Gwitternacht, äs blitzt und chracht!

...Jodel... Äs blitzt und chracht, s'isch wieder Gwitternacht!

 

Gwitternacht,ghörsch dui, wie Türe chracht; s’Nachbars Fritz, är chund vom Jassä hei.

Und me g’sehd ihm’s scho vo wiitem a, är isch de nid älei.

Was chunnsch so spät, wenn’s Dui doch weisch, dass ja chum es Glas vertreisch;

ha gwiss scho Angscht und Chummer g’ha, chaisch Dui ächt das verstah!

Äs blitzt und chracht, jetz Fritz, guet Nacht!

 

...Jodel... S'isch Gwitternacht, o je mi Fritz guet Nacht!

 

Gwitternacht ghörsch Dui wie’s dussä chracht; s’rieslet grad wie grossi Chriesistei.

Und ganz schüch seid da der Chilterbueb: „So chan i gwiss nid hei“.

„De bliibsch halt da, Dui liebe Fratz!“ seid ganz froh si härzig Schatz

und hofft fir sich grad voller Freid, dass s’Gwitter sich nid leid.

Äs schmitzt und schmatzt, s’isch Gwitternacht!

 

...Jodel... Äs schmitzt und schmatzt, so schön isch Gwitternacht.

 

Emil Wallimann

Heuet

Use Manne, uf go heue, halbi vieri isch verbi,

jetz isch fertig mit em Leue, zümftig dra, u houet dri.

Jetz isch fertig mit em Leue, jetz isch fertig mit em Leue,

zümftig dra, zümftig dra, zümftig dra u houet dri.

 

Bruchet d'Arme, machets z'houe. Wetzet d'Sänse fiin und scharf,

mäjet wacker, lönd eu g'schoue, dass e jede schaffe darf.

Mäjet wacker, lönd eu g'schoue, Mäjet wacker, lönd eu g'schoue, 

dass e jede, dass e jede, dass e jede schaffe darf.

 

D'Sänse tüe ganz lisli suure i dr chüele Morgeschtund,

z'Tou liit uf de Acherfuhre, Morgefriede i dr Rund.

z'Tou liit uf de Acherfuhre, z'Tou liit uf de Acherfuhre, 

Morgefriede, Morgefriede, Morgefriede i dr Rund.


Max Lienert

I wünsch Dir Glück

Es git es Wort wo eim erfreue tuet, s’macht s’Herz so froh, s’tuet eim so guet!

Au Du kennsch s’Wort, sisch churz und doch so gross, i säg Dir’s jetz, chum loos:

(f) Das Wort heisst Glück und das möchte i schänke hüt, i wünsch es Dir für a-alli Zyt,

das Wort heisst Glück und das möchte i schänke hüt! Ich wünsch es Dir für alli Zyt!

 

Chasch all Tag gsund und froh de Tag a-faa, häsch’s schön dehei- in Harmonie,

bisch au vo liebe, ächte Fründ umgää, denn chann Dir s’Glück niemert näh;

(p) Und wenn’s doch mal chli trüebi Schtunde git dänn schöpf halt Chraft us schöner Zyt!

Du weisch nach Räge, s’isch doch no gäng so gsy: strahlt wieder warme Sunneschy!
 
So wünsch ich Dir viel Glück s’ganz Läbe lang, es chunnt vo Herz-mit Heimat-gsang!

Blyb z’friede gsund und freu-eu Dich alli Tag, dass s’Herz froh juble mag!

(f) Für all das Schöni säg Herrgott Dank, er bhüeti Dich vor Not und Zank!

Für all das Schöni säg em Herrgott Dank, er bhüeti Dich vor Not und Zank!

 

Ernst Fenner

Im Läbe het ...

Im Läbe het di mängisch scho
ganz öppis Grosses übernoh.
Häsch g'schtunet ganzi Stunde,
Chor: summen bis zum Jodel

E sone Wält im Maiegwand,
en schöne Abig übrem Land,
es Weizefäld mit Garbe,
Chor: summen...... de Härbscht mit sine Farbe!

E Liebi, wo eim d'Sorge nimmt,
es Gloggeglüt, wo heiter stimmt,
es ewigs Wiederwärde,
Chor: summen...... wie schön isch eusi Ärde!

Im Läbe dunkts di mängisch scho,
du settisch eifach blybe stoh.
Und wie i vielne Stunde,
Chor: summen bis zum Jodel

 

Marie-Theres von Gunten / Beat Jäggi

Jödele - Bödele

Was sött me da nüd jödele,
eis luschtig si und bödele i dere b'stobne Zyt.
Jung simmer jung und dile guet,
stolz wien ä Federe uf em Huet
und gümpisch wien ä Rit.

Was sött me da nüd bödele,
eis luschtig si und jödele ob's sunnet oder schnyt.
He s'gruchse isch si nüd der wärt;
du chunsch ja glich i teufe Härd,
ob d'juzisch oder nüd.

Was sött me da nüd jödele,
eis luschtig si und bödele dr Zeiger isch gly wit.
Hei jupedihee, mir jödeled,
mir tanzed eis und bödeled,
so lang as's in is lyt.

Hans W. Schneller

Jutze tüend mir scho syt Jahre

Jutze tüend mir scho syt Jahre, früsch und froh us luter Freud.

Vieli Lieder händ mir gsunge, stolz i eusem Jodlerchleid.

Musig isch für vieli Mänsche, Troscht und Chraft zu jeder Zyt.

Drum söll s'Lied no lang erklinge, Freude bringe gar so wyt.

 

Eusi Stimme, eusi Lieder, und au d'Fründschaft mitenand.

Dankbar sy für all die Gabe! S'isch es Gschänk us Gottes Hand.

Musig isch für vieli Mänsche, Troscht und Chraft zu jeder Zyt.

Drum söll s'Lied no lang erklinge, Freude bringe gar so wyt.

 

Hüt tüend mir drum jubiliere, i de grosse Jodlerschar.

Wünsched, dass es eus mag glinge, Fründe z'sy no vieli Jahr.

Musig isch für vieli Mänsche, Troscht und Chraft zu jeder Zyt.

Drum söll s'Lied no lang erklinge, Freude bringe gar so wyt.

 

Christian Ganz

Kamerade

Kamerade wämmer sy, immer zäme hebe.

Nid nur bi me Gläsli Wy, nei au suscht im Läbe.

Wänn’s der einisch nid rächt gaht, bruchsch e Fründ wo zue der stoht.

Wänn’s der einisch nid rächt gaht, bruchsch e Fründ wo würkli zue der staht.
 
Kamerade wämmer sy und enand vertraue.

Das isch s’beschti Fundament, do chasch g’wüss druf baue.

Wänn’s der einisch nid rächt gaht, bruchsch e Fründ wo zue der stoht.

Wänn’s der einisch nid rächt gaht, bruchsch e Fründ wo würkli zue der staht.

 
Kamerade wämmer sy, au mit wysse Haare,

zäme stoh, dur dick und dünn, so wie all die Jahre. 

Wänn’s der einisch nid rächt gaht, bruchsch e Fründ wo zue der stoht.

Wänn’s der einisch nid rächt gaht, bruchsch e Fründ wo würkli zue der staht.

 

M. Zogg

Ledig

Wie schön isch’s am Schärme im eigene Huus!

Und wenn’s mer vertleidet, so ziehn i halt us,

in Ochse, in Leue, es Schöppli go neh und niemer zelt’s na-e git’s öppe-n-eis meh

und niemer zelt’s na-e git’s öppe-n- eis meh!
 
Vielicht händ’s a Muusig, es längt zu me Jass.

Am Tisch i der Rundi weiss jede en Gspass.

Und schlad’s a der Chile bald eis oder zwei, keis Frätzli het gmüedet: Chumm gly wieder hei!

Keis Frätzli het gmüedet: Chumm gly wieder hei!
 
Bin eischter min eigene Meischter und Chüng

und all’s lauft am Schnürli so luschtig und ring.

Und spienzle die Meitli und mached mer Gluscht, es Schmützli im Dunkle, sie gänd’s ume-suscht!

Es Schmützli im Dunkle, sie gänd’s ume-suscht!

 

H.W. Schneller / Ernst Eschmann

Lueget, loset, gnüsset!

Lueget wie d'Blueme zum Bode us stosse!     
Rings ume isch scho de Früehlig verwacht.
Tuusig vo Blüete, die chlyne und grosse
chleide de Tag in ne farbigi Pracht.
Lueget, ja lueget! Lueget und lueget!
Rund um öis ume e farbigi Pracht!

Loset wie d'Vögel am Morge früeh singe,
zerscht na ganz hübschli, versteckt i de Äscht.
Na dis na mälde sich tussig vo Stimme
zu mene jubelnde Früehmorgefäscht.
Loset ja, ja loset. Loset die Stimme.
Loset wie's jublet zum Früehmorgefäscht.

Gnüsset de Tag a de wärmende Sunne, 
d'Liebi, wo s'einti zum andere zieht. 
D'Liebi wo weckt wie ne sprudelnde Brunne.
Stimmet mit y i das heiteri Lied!
Gnüsset die Tage, d'Sunne und d'Liebi!
Stimmet voll Fröide mit y is heiteri Lied.

Marie-Theres von Gunten

Männertreu

Männertreu im schlichte Gwändli, läbsch so ganz für dich ä lei,

zo-berscht, höch im Schwyzer-ländli, i dim Gärtli volle Stei,

bisch mit Tau und Sunne z'friede, bliebsch der Heimat-ärde treu,

magsch au Sturm und Froscht verlyde, du mis Blüemli Männertreu!

 

Wänd's im Läbe au so halte, fescht u grad zur Heimat stah,

s'Ländli lieb und suber bhalte und vo keim vernüte lah,

Friede wird nie vo-n-is wyche sind mir nu dur-u-me treu,

tüend mit dir in allem glyche, du mis Blüemli Männertreu!

 

Soll will's Blüemli Säge bringe uf der ganze Erde-wält,

wo's am Lieb-ha und am Singe und am guete Wille fählt.

Lass din schöne Name wandre, gheiss s'Volk fried-li si und treu,

säg's diheime und de n'andre du mis Blüemli Männertreu!

 

Emil Herzog / Konrad Wyler

Mi Heimat

Bi scho mängs Jahr i der Frömdi, u ha müesse ds'Hei verlah,

wil uf üsem chlyne Güetli nümme alli Platz hei gha.

Uf u fort zu frömde Lüte hets mi tribe gar so wyt,

doch das Hei-weh nah de Flüeh-ne isch mer blybe alli Zyt.

 

Früeh am Morge, hei mer gsunge, dass es tönt het über d'Weid,

we mer üser gfüllte Bränte hei zur Hütte zue-che treit.

Und am Abe bim Vernachte het der Ätti ds Alphorn gnoh,

wunder-schön isch vo de Flüeh-ne ds Echo ume zue-n-is cho!

 

Jetzte no, we d'Lieder töne, in mer inn so wunderbar,

dünkt es mi i dörf nümm warte, muess i d'Heimat z'rugg das Jahr.

Möchte die alte Glogge ghöre, möchte au jutze über d'Weid,

wänn der Früehlig Bluescht u Blueme fröhlich über d'Matte streut!

 

I der Frömdi han i wäger viel erläbt und mängs Schöns gseh,

doch e so ne schöni Heimat, findet me halt nie-ne meh!

Drum ziehts mi zu myne Bärge, na mym alte Vater-hus,

möchte no einisch uf mym Älpli, jutze über ds Ländli us!

 

Oskar Fr. Schmalz / Hedi Schmalz

Mys Plätzli

I weis a me Ort, höch obe am Port, es Plätzli, so richtig zum Träume,

es Plätzli so richtig zum Träume.

Am beschte, da gfallts mer zur Bärgrosezyt, we ds’Finkli  ar Sunne rüeft: wyt, wyt, wi-di wyt!

Am beschte, da gfallts mer  zur Bärgrosezyt, u we de ds’Finkli ar Sunne rüeft: wyt, wyt, wi-di wyt!

 

Zur Tanne bim Stei, höch obe mym hei, da gahn i am Sunntig ga ruhe-je,

da gahn i am Sunntig ga ruhe-je.

Gah mängisch voll Chummer de Bärgwald düruf, u dobe, da tuet sich der Himmel mir uf!

Gah mängisch voll Chummer der Bärgwald düruf, u bin i dobe, da tuet sich der Himmel mir uf!

 

Das Plätzli ghört mir, doch zeig i au dir, muesch einisch chli mit mer cho wandre,

muesch einisch chli mit mer cho wandre.

Bim Plätzli, da wei mers rächt zfriede de ha, eis liede und öppe es Jützi la gah!

Bim Plätzli, da wei mers rächt zfriede de ha, u wei öppe eis liede,es Jützi la gah!

 

Adolf Stähli

Nachtbuebelied

s’Isch im Dörfli alles glösche, d’Strass isch leer und d’Lüt hend Rueh.

Heimli schlycht dur d’Studebösche, s’Büsi no em Schürli zue.
 
Und es Trüppli grossi Buebe buggled du-re Baumgart uus.

Die wo zNacht tüend umestrome, wenn no Liecht isch im-ne Huus.


Vor em Hüsli rüefeds lysli: Maitli ghörsch, o stand doch uuf.

Mach üs schnell e schwarze Kafi und es Schlückli Bränzli druf.

Und so müedids ganzi Stunde, nänd de hübsche Meitli d’Rueh.

Hend si ändli Eini gfunde, god’s bereits am Morge zue.

 

Jost Marty / Zyböri

O Alpehorn

O Alpehorn so urchig schön!
Wie tönsch au du dur d'Summerrueh.
Wie rüefe mir die liebe Tön im Echo guete n'Abig zue.
O Alpehorn so schön, so urchig schön, so schön.
Wie tönsch au du dur d'Summerrueh.

O Edelwiss am Dosserand!
Wie luegsch au du so buschber dri.
Und bisch doch i dim wisse Gwand i mängem scho s'Verderbe gsi.
O Edelwiss am Rand, am Dosserand, am Rand.
Wie luegsch au du so buschber dri.

O Säntefahrt dur d'Hohle us!
Möcht dich so gärn no einisch gseh.
De Muni mit em Meyestruss und hindena di Tschupple Veh.
O Sänte- Säntefahrt, dur d'Hohlen, Hohlen us.
Möcht dich so gärn no einisch gseh.

Hans W. Schneller / Zyböri

Papagei Jodel

Min Papagei heisst Lora und das isch es Genie.

Vergliche mit de Lora luegt jede Jodler i.

Und mänge Herr Profässer isch nöd mal halb so schlau.

Min Papagei cha schwätze und jodle chann er au.

Chumm, chumm, chumm...

De Papagei jodlet er jodlet so gern, ja de Papage jodlet me ghört’s bis uf Bern,

ja de Papagei jodlet, er jodlet so gern, ja de Papagei jodlet, das hät er gern.

 

So gschiid isch e kein Pudel, so gschiid isch e kei Gans.

Egal, was für es Kunststück, min Papagei dä chann’s.

Z’erscht pfiift er d’Steinerchilbi, dänn macht er de Spagat,

dänn jodlet er es Chehrli, so luut wie’s nume gaat.

 

Chumm, chumm, chumm...

De Papagei jodlet er jodlet so gern, ja de Papage jodlet me ghört’s bis uf Bern,

ja de Papagei jodlet, er jodlet so gern, ja de Papagei jodlet, das hät er gern.

 

So mänge hät scho g’fröget: Wo hät das Tier das g’lehrt?

So mänge wett en chaufe, ja d’Lora isch begehrt.

Ich würd en niemals hergää, nöd für en Huufe Gäld!

En Papagei, wo jodlet, git’s nie meh uf de Wält.

 

Chumm, chumm, chumm…

De Papagei jodlet er jodlet so gern, ja de Papage jodlet me ghört’s bis uf Bern,

ja de Papagei jodlet, er jodlet so gern, ja de Papagei jodlet, das hät er gern.

 

Alex Eugster / Peter Pius Möckli

s'alte Lied

(p) No ruuschet i de Bäume dr  Wind sys alte Lied.

No ruuschet froh mis Bächli durs Räinli ab dürab is Ried.

(p) Du liebi Zyt i bliebe schto und träume allem Schöne noh.

Du liebi Zyt i bliebe Schto und träume träume allem Schöne noh.
 
(mf) No chöme d’Schwälbli z’flüge im Früehlig übers Meer,

deheime undrem Dächli do blybt keis Näscht keis näschtli leer.

(p) Du liebi Zyt s’isch alls no do wie-n is als Chind ha übercho.

Du liebi Zyt s’isch alls no do wie-n is wie-n is als Chind ha übercho. 
 
(mp) No lauft im Dorf dr Brunne er choslet wie vor Zyt.

Andächtig tuen-i lose was i sym Ru- sym Rusche lyt.

(p) Sys alti Lied i has vernoh i nimm es mit im Wytergoh.

Sys alti Lied i has vernoh i nimm es nimm es mit im Wytergoh.

 

Werner Felder / Beat Jäggi

s'Dorf erwachet

Wänn d'Sunne hät der Cherum gmacht
und heizue chunt vom Wandere,
verlöscht au langsam i der Nacht
eis Stärnli nach em andre.
Kristallklar glänzt de Morgetau
im Widerschy vom Ätherblau
Kristallklar glänzt de Morgetau
im Widerschy vom Ätherblau


De Bärgwald staht na finster da
im Dämmer na verborge,
doch drüberie und hinedra
strahlt fürig rot de Morge.
Im Dörfli styged, wie zum Gruess,
scho Räuchli us de Chämi us.
Im Dörfli styged, wie zum Gruess,
scho Räuchli us de Chämi us.

 

Hell tönt en Dängelhammerschlag
dur's Dorf i alli Gade,
und bald gaht uf em junge Tag
de letschti Feisterlade uf.
I Huus und Schür i Fäld und Ried
singt s'Tagwärch jetzt sis Morgelied
I Huus und Schür i Fäld und Ried
singt s'Tagwärch jetzt sis Morgelied

 

P. Müller-Egger

s'Jodlerhärz

Ich hanes Jodlerhärz z’verschänke a öpper mit viel Heimatsinn.

A liebi Lüt wo ähnlich dänke a Lüt wo Bruchtum hüete z’innerscht inn
(Tenorsolo: Drum säg ich dir warum i singe, warum i jutze voller Luscht.)
Es foht im Härz so schön a schwinge i  geschpüre d’Freud i miner Bruscht.

Es foht im Härz so schön a schwinge i gschpüre  d’Freud i miner Bruscht.

 

Vom Schaffe müed dänk ich am Obe wenn ich doch hüt nid müessti goh,

stohni de aber i de Reihe vomine Jodlerlüt i d’Mitte gnoh!
(Tenorsolo: De bini froh chan i no singe, ha Freud wenn’s klingt im ganze Chor.)
Das cha nur Schön’s i Alltag bringe ha mängi Melodie im Ohr.

Das muess doch Schön’s i Alltag bringe, ha mängi Melodie im Ohr.

 

Mis Jodlerhärz chasch nid verdriesse, es schloht so lang der Hergott wott.

Drum wott is gschpüre wott is gniesse s’chunt einisch Zyt wo’s müed isch und nümm schloht.
(Tenorsolo: De wünsch i mir vo ganzem Härze, dass Gsinnig blibt und mini Freud.)
Tuet überspringe wie ne Funke und mänge Jutz uf d’Ärde streut,

tuet überspringe wie ne Funke und mänge Jutz uf d’Ärde streut.

 

W. Stadelmann-Lötscher

S’Liecht i dir

Wänn früeh am Morge das erschti Liecht 
dur all die Wulche durebricht,
vergaht das Dunkli vo de Nacht,
der Tag zeigt sis schöni Gsicht.

Wie wärs, gäbs keis Liecht uf dere Wält,
mer chöntis nöd chaufe um keis Gäld,
wie trüeb, wie läär, wie kahl das wär:
Mit Liecht isch doch alls nöd so schwär!

Lass doch das Liecht i dis chline Härz,
vertribt sogar en Hufe Schmärz.
Nimm doch die Strahle is Läbe mit, 
trägs witer so viel es git!

Silvia Bürgi-Häfliger

S’Plange

Ich ga am Morge früeh id Bärge,

ich wandre gärn und ha mi Rueh;

ich weiss es Fläckli heili Ärde,

det lueg i gärn de Gämsi zue.

Zwischenjodel...

Ich g'pschür es Plange i mir inn,

ich glaub es hät en tüfe, tüfe Sinn!

 

Oh wie das blüeht uf dene Matte,

es Farbespiel i bunte Tön,

en g'schänkte Tag dörf ich da gnüsse,

wie isch die Alpewält so schön!

Zwischenjodel...

Ich g'schpüre Friede i mir inn;

ich glaub es hät en tüfe, tüfe Sinn!

 

Es dunklet, d'Abigglogge lütet,

de Schatte schlicht a d'Felsewand;

e grossi Rueh, en stille Friede!

Oh bhüet eus Gott, das Schwizerland.

Zwischenjodel...

Ich g'gschpüre Liebi i mir inn,

ich glaub es hät en tüfe, tüfe Sinn!

 

Bhüet Gott mi Bärg. Heb Dank für alls!

Läb wohl! Läb wohl!

 

Therese Aeberhard-Häusler

Steimanndli-Juiz

Z’oberscht uf em Bärgspitz, Stei uf Stei, bi Rägäwätter und bi Sunne,
da staht es gäbigs Manndli ohne Bei, isch z’fride ohne Guet und Gäld.


Z’oberscht uf em Bärgspitz, Stei uf Stei, gsehd es uf alli Lüt hie unne,
cha läbe ohne chöstlichs Hus und Hei, es ghörd ihm doch die ganzi Wält!


Z’oberscht uf em Bärgspitz, Stei uf Stei, bi Rägäwätter und bi Sunne,
da staht es gäbigs Manndli ohne Bei, isch z’fride ohne Guet und Gäld.


Z’oberscht uf em Bärgspitz, Stei uf Stei, gsehd es uf alli Lüt hie unne,
cha läbe ohne Hei, es ghörd ihm doch die Wält!

 

André von Moos

Waldfride-Jutz

Teil 3: feierlich

Still isch’s im Wald, schön zum verwiele, ei Rueh überall heile Friede,

ja still isch’s im Wald schön zum verwiele, ei Rueh überall, Friede.

 

Heinz Güller

Wei no chli bliebä

Hüt isch so ne Tag, wie mer ne gärn händ,

mer nänd ne wie ner isch, gönd na nid hei.

 

D'Stündli gönd verbi, chönnt si nöd uf ha,

wänd na chli zäme si, wänd na eis ha.

 

So sölls witer gah, bis früeh am Morge,

mir dänke hüt nöd dra, was morn muess gah.

 

Ruedi Bieri

Wenn d'Glogge lüüte

E Chraft lyt I de Glogge, der Schwyzer glaubt no dra.
Es Gloggeglüüt git ewig der Ton für s’Läbe a.
Was d’Glogge üs bedüüte es ganzes Läbe lang:
Isch Mahne und ische Rüefe: Heit Friede, gling, gling, glang.


Vom Morge bis am Abe hesch s’Gloggeglüüt im Ohr.
Dy Seel, sie muess mit schwinge, d’Wält chunnt dir schöner vor.
Und chöme dunkli Schatte, wird’s dir ob allem bang,
So los wie d’Glogge lüte sie tröschte: gling, gling, glang.


Tönt ou de chlinschti Glogge am Sunntig übers Land.
Tuets I de Härze lüte, alls lüütet mitenand.
I Fröid und Leid ghörsch lüte es ganzes Läbe lang.
Was d’Glogge es bedüüte, isch Hoffnig: gling, gling, glang.

 

Marie-Theres von Gunten / Beat Jaeggi

Wenn d'Schwälbeli i Süde zie

Wenn d'Schwälbeli i Süde zie, de düecht es mi halt öppe-die

i möcht o grad zwe Flügel ha u mit ne furt a d’Wärmi gah!

I möchte o grad zwe Flügel ha u mit ne furt a d’Wärmi gah!

 

Oh, Schwälbli nimm mi uf di Rügg und bring mi de im Früehlig zrügg.

I finde drum im Läbe nie es schöners Plätzli als grad hie!

I finde drum im Läbe nie es schö-ners Plätzli als grad hie!

 

U d’Winterzyt, wo sträng isch gsy, di geit zum Glück o mal ver-by.

Jetz bin i froh bin i no da won i uf Heimat-ärde stah!

Jetz bin i froh bin i no da won i uf Heimat-ärde stah!

 

Adolf Stähli