Liedertexte


Ä Freudetag

Es git im Läbe ab und zue ganz ussergwöhnlich Stunde,

hüt ischs so wyt, mer hend derzue es Liederstrüssli bunde!

S'isch schön, dass es üch git!

 

Mit Stolz wend mir dä Freudetag i volle Züge gniesse,

und da derzue, das isch kei Frag, üch alli härzlich grüesse.

S'isch schön, dass es üch git!

 

Das hütig Fäscht, das gaht verby, d'Erinnrig wend mer b'halte,

für all diä Stunde dankbar sy, mög d'Fründschaft niä erchalte!

S'isch schön, dass es üch git!


Edi Gasser

Alpabfahrt

 

Bald scho isch der Sommer ume und de Herbst zieht lis is Land;

d‘Weide werdet langsam suber, Nebel ziehnd dör Kluft und Wand.

D’Lüft tüend chalte Tage churze, s'oberst Älpli het scho Schnee,

drum müend mer as heigoh denke, vo de Berge Abschied neh.

 

Talwärts fahrt bald Senn um Sente, Chüeh und Geissli gross und chli;

s'Molche-ross mit Hab und Brente goht em Vechli hindedri.

Stiller wird’s uf Berg und Weide, s’Herdeglüt verklingt bald lis,

Lang wird‘s währli nümme dure, so sind üsi Berge wyss.

 

Friedlich ziehnd drum d’Herde heiwärts, d’Senne juchzet froh derby.

Frisch und g’sund ist alles bliebe, ´s ist en guete Sommer gsy.

Fröhlich rüeft de Senn sym Nochbur, b’hüet di Gott und chumm bald noh.

Üsem Herrgott wönd mer danke, keine het hür O-gfell g’ha. 


Jakob Düsel

Alpenacht

Schickt's Abigliecht vom höchschte Firn, si letschti Strahl uf d'Weid  
und het im sanfte Dämmerschyn all Blueme z'schlafe gleit,
de fahrt, wie vom ne Geischt entlah Urschwyzertum de Berge nah.
Mer ghört und weiss nüd rächt vo wo dur d'Luft es eigets Jutze cho.

Wänn käset ischt und s'Älplervolch, sich wärmt am Hüttefüür
und's pfyft und prasslet i de Gluet, als wär's so nüd rächt ghüür,
de gahd im Chreis s'Verzellen a vom Sageschatz sim Drumm und Dra.
Dezue,  mer weiss nüd rächt vo wo isch au das eiget Jutze cho.

Und luegt mer dänn im Sterneglanz uf Weid und Wald und Flueh,
so isch als chäm das Sagevolch vo dert her uf eim zue.
Dänn Berg und Wald nänd Läben a i jedem Riss gsehsch Gstalte stah, 
und sisch, als wüsst mer jetzt, vo wo das eiget Juchze chönnti cho.

R. Fellmann

Am Jodlertisch

Wenn Jodler zäme sind, so gids e gfreuti Sach.

S’wird nid politisiert, es gid kei böse Krach.

E fröhlichs Jodellied, das wird zum Beschte gäh.

„Myn liebe, alte Fründ was wotsch denn du no meh?

Myn liebe alte Fründ (2. Bass / was wotsch denn du no meh?)

 

O doch, en wysse Wy, der g’hört doch au derzue,

so mag de erscht Tenor ganz ring i d’Höchi ue.

Da meint im zweite Bass, e liebe, alte Knab:

„Mit wyssem Wy, jawohl, da mag i guet durab,

mit wyssem Wy, jawohl, (2. Bass / da mag i guet durab.)

 

Ja d’Stimmig die isch guet, Humor isch au derby.

A üsem Jodlertisch, da magsch du gmüetlich sy.

Doch gaht die schöni Zyt nur allzu rasch verby,

drum schnell nomal es Lied und au nomal chly Wy,

drum schnell nomal es Lied und (2. Bass / au nomal chly Wy.)


Fred Kaufmann

Bärgandacht

Wenn uf z'mahl der Tag wott dunkle, und der Himmel füürig staht,

gseht mer d’Bärge wie sie funkle, d’Sunne, d’Sunne langsam under gaht.

D’Sunne langsam under gaht.

 

No hesch Zyt de Abe z’gniesse, lang stahn ich scho ob der Flue.

So cha mich nüd meh verdriesse, lueg ich, lueg ich g’spannt däm Wunder zue.

Lueg ich g’spannt däm Wunder zue.

 

Dür my Chopf geit ei Gedanke, i blyb stah bis wyt y d’Nacht;

All das hei mir eim z’verdanke, Herrgott , Herrgott hesch du d’Wält schön gmacht.

Herrgott hesch du d’Wält schön gmacht.


Reto Stadelmann

Bärgarve

Härt de Stamm mit chrumme Äste staht en Arve ob d’r Flueh.

Wild und trotzig schüsse d’Bärge hinde dra in Himmel ue.

Mänge Sturm hät dranne grisse, immer isch sie bliebe stah;

hät sich fest am Felse g’halte, tapfer g’wehrt und nie la gha.

 

Schnee und Iis, en chalte Riife, händ sich schwer uf d’Ästli gleit.

Chrumm und chnorrig isch sie worde, aber jedi Last ertreit.

Blitz und Hagel händ’s verschlage, Wätterluft de Giebel g’schnellt;

sie isch starch und stärcher worde, alli Zyt sich tapfer g’stellt.

 

So isch’s Volch in üsem Ländli wie-n-e Arve, härt und starch;

ruch und treu, nach usse ruppig, aber gsund im tüftschte March.

Wänn au zäch und voller Egge üsi Schwyzermanne sind,

so isch’s Land und’s Schwyzervölchli doch em Herrgott s’liebschti Chind.


Hans W. Schneller

Bärgkristall

Gwachse uf dä herte Steine, g’formt i tuusige vo Jahr,

putzt und gschliffe chönntisch meine, s’wär das süberscht Glas sogar.

Funkle tuet är i der Sunne, s’chund mer wie nes Wunder vor.

Gids ächt tief im Bode unne us Kristall es Himmelstor?

 

Grobi Zingge fiini Spitze, luter wie ne klare See,

strahle, glänze, funkle, blitze, magsch nid gnueg das Spieli gseh!

Geschter isch us dunkler Ärde der Kristall a d’Sunne cho.

S’isch es Uferstoh, es Wärde. Lueg nur rächt: Wirsch still und froh!

 

Gäbs nid au i üsem Läbe tuusig dertig glänzig Stei?

Mänge suecht die Schätz vergäbe lauft verby a Huus und Hei.

Liebi, Fründschaft, schöni Stunde und die chline Freude all.

Suech! Hesch gly es Stückli g’funde. Häb dra Freud, wie am Kristall!


Edi Gasser

Bim Vernachte

Uf em Bänkli vor der Hütte sitzt der Sänn im Abigschy,
lost uf's Herdegloggelüte, luegt wyt über d'Weide-n-y.
Still sind d'Bärge rings i'r Wyti, dunkler wird's i Tal und Grund,
wie-n-e schöni Silberchetti glänze d'Fluehbäch i de Rund.

Dunkel tönt das Wasserrusche, fascht wie ferni Orgeltön,
Wehmuet gryft as'Härz bim lusche, Alpewält, wie bisch du schön! 
Grat und Firn und Gletscher trinke milde Mond- und Stärneglanz,
und sie lüchted und sie blinked wie-n-e wyte Silberchranz.

Lys, wie fern us Äterlüfte, tönt en wunderbare Gsang,
es verklingt i Fels und Klüfte schön und rein der Alphornklang.
Froh leit jetz de Sänn sich nieder bis zum nächste Morgerot,
dänn beginnt sy Arbet wieder, bis dahin: "Es walte Gott!".

Emil Herzog

De Muni Jodel

De Muni hätt em Chueli zum Geburtstag öppis gää.

Es ganzes Büscheli Heu (doch sie hätt g’seit:)

(2. Bass) Si wetti meh.

De Muni hätt zum Chueli g’seit Ich cha do nüüt derfür, 

ich hett dir öppis tüürers kauft doch leider bin i Stier.

(Alle) ich hett dir öppis tüürers kauft doch leider bin i Stier.

 

De Muni hätt zum Chueli g’seit: Hütt mached mir mal s’Chalb!

(Die beide händ es Rendevous)

(2. Bass) Ganz obe uf der Alp.

Und was die zwei det tribe händ gaht niemer öppis aa.

Doch hätt die Chue im nächschte Jahr es herzig’s Chälbli gha.

(Alle) Doch hätt die Chue im nächschte Jahr es herzig’s Chälbli gha.

 

Wänn du dehei en Muni häsch, dänn mach dich nöd verruckt.

(De Ring wo’n er dur Nase treit)

(2. Bass) Das isch es wo en juckt.

Und mit dem Ring bringsch en genau det hie, wott en wotsch ha.

Drum chasch en ab und zue au öppis dure stiere laa.

(Alle) Drum chasch en ab und zue au öppis dure stiere laa.

 

Alex Eugster, Charles Lewinski

Der Früehlig isch cho

 

Es chroset und toset ringsum i de Flüehne, der Früehlig, der Früehlig isch cho,

s'gaht z'Alp mit Guschti und Chüehne dur's Bärgland duruf, der Sunnhalde na.

Wie stolz stigt doch mit ihrem Meije die schönschti Chueh der Wäg, der Wäg vora

und d'Buebe jutze und holeje, möcht wüsse wärs am beschte cha.

 

Es treichlet und lütet i bärgfrüsche Morge, d'Wildwasser rusche is Tal.

Häll glänzt und unverborge, höch obe de Firn im Früehsunneschtrahl

und d'Bruscht wird frei zum frohe Singe kei Näbel lit uf Härz, uf Härz und Gmüet.

Es isch mer schier jetz müess mer glinge der Heimat z'lieb es fröhlichs Lied.

 

Kei Schatte im Blaue, kei Chummer im Huttli und s'Härz voll jungfrüsche Muet,

und chärngsund unterem Chuttli, mit üs meints der Herrgott allizyt guet.

Mir stönd i Firnwind uf em Chutze höch übrem Dunst im tüfe, tüfe Tal.

Mit Singe schänke mir und Jutze all's was üs drückt am Wasserfall.

 

Paul Müller-Egger

Ds Jodellied

Gar mächtig tönt us voller Bruscht es Lied, so wunderbar
und was die Wort eus säge tüend isch schlicht und doch so wahr,
s’isch ds Jodellied, s’ isch ds Heimatlied, ja ds Lied vom Schwyzerland,
wo eusi Väter gsunge händ und’s gleit i eusi Hand.

Verzelle tuet’s so  heimelig vo gsundem Burestand,
vo Wildbäch, schöne Alpesee vor höche Felsewand.
Vo Bluemepracht und Herdeglüt höch obe uf der Weid,
wenn du die Schönheit alli gsesch de jublet ds Härz vor Freud.

D’r Jodel setzt no Chrönli uf, us vollem Härz u Gmüet,
so tönt wyt über ds Schwyzerland das schöne Jodellied;
wär’s hüt no singt und schetze cha isch no vo altem Schrot ,
dä staht für eusi Heimat y, au i der gröschte Not!

Emil Herzog

Edelwyss

I'r höche, schöne Alpewält, wänn’s grüenet immer meh,

hät s'Edelwyss sys Chöpfli uf vom Schlaf, bim letschte Schnee!

Es freut sich i de reine Luft so rächt deheime z'sy,

wyt z'luege über s'Bärgland us im helle Sunneschyn!

 

Det wo's vo'r höche Felsewand so frei zum Himmel lacht,

staht äs in Silber, goldverziert, gar schlicht, es isch e Pracht!

De Herrgott bhüeti alli Zyt das prächtig Edelwyss, 

es Chlynod einzig i sir Art i wünschti es wär mys!

 

Im wätterhärte Wullechleid zeigt äs syn Wunderstärn,

ob Bärgluft, Räge, Sunneschyn, es het sie alli gärn!

So sind au ächti Bärglerlüt, währschaft und inne guet,

isch s'Läbe für sie mängisch schwär, händ sie doch frohe Muet!


Emil Herzog

E Hand voll Heimaterde

Ganz lys erwacht e junge Tag, verschlafe sind no Dorf und Hütte.
Die erschti Vogelstimm im Hag, laht z´Frühkonzert ylüüte.
Es tropfet us em Blätterdach. Vom Gwitter us der letschte Nacht,
und Nebel schliche Geisterglich, verstohle dür mis Heimatrych.
Ja Dörfli bisch mis Glück, mis Hei, mir läbtig la di nöd ellei!

Dert uf dr Egg bim Lindebaum, da wänd mir de e chli verwyle.
Und lusche eusem Summertraum, der Morgestimm, der fiine.
Es schmöckt so frisch und Aerdeguet, nach nassem Härd und junger Bluescht,
es isch als hätti d’Gwitternacht, ganz nöi Luft i d’Heimat bracht.
Ja Dörfli bisch…….

Uf einisch wird es z’grächtem hell, i Hus und Hof fahts afa lärme,
vertrouti Tön us Schür und Stall, die lönd mis Herz erwärme.
Und hinter Wulche, lueg die Pracht, wie Gold, mir d’Sunn i d’Auge lacht.
Oh Himmelstroscht, ghör i die Wort. Du prächtig schöne Heimatort!
Ja Dörfli bisch ……..

Hannes Fuhrer

E gschänkte Tag

Wenn der Himmel voller Wulche steit,

git es Tage wo di nüt meh freut;

de vergiss im Läbe nie, dass alli Wulche wyter zieh...

De vergiss im Läbe nie, dass alli Wulche wyter zieh...

 

Bringt e ruche Luft dir Froscht und Schnee,

chasch dy Wäg und au dys Ziel nid gseh,

ja de chunnt au Mal die Zyt, wo’s wieder Alperose git!

Ja de chunnt ou Mal die Zyt, wo’s wieder Alperose git!

 

Staht de d’Sunne goldig übrem Tal,

dank derfür, u sing u jutz es Mal!

Freu di dra, vergiss di Chlag, und dänk, es sig e gschänkte Tag!

Freu di dra, vergiss di Chlag, und dänk, es syg e gschänkte Tag!

 

Adolf Stähli

E Luusbueb

Ich kenne es chlises luschtiigs Büebli, 

e Luusbueb, das chasch em nümme nä.

Hed geschter vo s’Nachbers schönschte Rüebli,

de chline Chüngel z’frässe gäh.

De Luusbueb seit: Lose sie Herr Marti, die Chüngel händ e Mega Party.

 

Und s’Grosi cha Brülle nümmee finde,

e jede suecht vom Chäller bis zum Dach.

De Chlienscht nid, schpillt dusse bi de Linde,

und jetz lueg, dä weis chli meh vo de Sach.

De Luusbueb seit: D’Brülle, s’isch doch s’Gaudi, treit euse alte Chatzemaudi.

 

De Bueb mues de Tante Vroni go säge,

Si söll doch morn zum Kafichränzli cho.

Nur das nid, verschteckt sich bi de Schtäge,

und am nöchschte Tag isch Tante nid do.

De Luusbueb seit: Glaubsch, die häts vergässe, und er darf Torte sälber ässe.

 

Josef Dubach

E schöne Tag

Wänn d’Sunne scho am Morge früeh mich fründlich tuet begrüesse.
De stahni uf s’macht mir kei Müeh es isch e Freud keis müesse.
S’Wasser plätscheret det bim Brunne, s’glänzt im Morgesunnestrahl.
Uf de Fälder ghöhrsch es Summe, alls verwachet überall.

Es blüeht im Gärtli s’isch e Pracht eis Blüemli näbem andere.
De zue no heiter d’Sunne lacht, chumm  mit mir wänd go wandere.
Bi de Böime uf de Höchi, häsch d’Natur grad vor der zue.
G’hörsch und g’sesch alls us de Nöchi, s’tuet eim guet die bsundri Rueh.

Vo witem ghörsch es fröhlichs Tue, es Singe und es Lache.
Da ghöred mir au gärn dezue, s’tuet allne s’Härz ufmache.
Euse Heiwäg gaht dur d’Weide, Gloggetön und Sunnegluet
So ne schöne Tag voll Freude, git eus Chraft und nöie Muet.

Josef Dubach

Es Blüemli

Am Abe si mir luschtig, am Morge si mir froh,

u fange n-eis a jutze, mir Senne si halt so.

Bi üsne liebe Chueleni, uf saftig grüener Weid,

wenn d'Chüejerglogge lüte chlopft üsers Härz us Freud!

 

Dr Wasserfall tuet ruusche z'nächscht hinge bi dr Flueh,

dert het es Alperösli, ja währli grad bis gnue.

Scho mängisch hani gsinnet us lisli dänkt dr by;

o chönnt i doch au so'nes nätts härzigs Blüemli si!

 

Doch weiss i mir es Blüemli, vo zarter hübscher Art,

i bi ganz dri versässe, wett säge grad vernarrt.

Mys Blüemli, du mys Blüemeli, mys liebe Blüemeli,

möcht ohne dich nümm läbe chönnt ohne dich nümm si!

Emil Herzog / Arnold Dussy

Es herbschtelet

Über bleichi Herbschtzytlose 
fächled lys der warmi Föhn
Wo'n i stah und wo'n i lose
chömed arig schwäri Tön
us der Wity nöime här
wie wänn d'Wält am Stärbe wär
wie wänn d'Wält am Stärbe wär

I der Höchi schiesse d'Schwalbe
s'letschte mal na übers Dach
Alls isch anders, nümm wie albe
müed und langsam schint der Bach
Näbel geischtret us em Gschtrüüch
s'Lied im Hag wird eismal schüch
s'Lied im Hag wird eismal schüch

Mit de bleiche Herbschtzytlose
chunnt jetzt au e stilli Zyt
wo mer ynezue möcht lose
und es troches brünnigs Schyt
wiedermal uf d'Fürstatt leid
mit em Blick uf d'Ewigkeit
mit em Blick uf d'Ewigkeit

Emil Wallimann / Beat Jaeggi

Heuet

Use Manne, uf go heue, halbi vieri isch verbi,

jetz isch fertig mit em Leue, zümftig dra, u houet dri.

Jetz isch fertig mit em Leue, jetz isch fertig mit em Leue,

zümftig dra, zümftig dra, zümftig dra u houet dri.

 

Bruchet d'Arme, machets z'houe. Wetzet d'Sänse fiin und scharf,

mäjet wacker, lönd eu g'schoue, dass e jede schaffe darf.

Mäjet wacker, lönd eu g'schoue, Mäjet wacker, lönd eu g'schoue, 

dass e jede, dass e jede, dass e jede schaffe darf.

 

D'Sänse tüe ganz lisli suure i dr chüele Morgeschtund,

z'Tou liit uf de Acherfuhre, Morgefriede i dr Rund.

z'Tou liit uf de Acherfuhre, z'Tou liit uf de Acherfuhre, 

Morgefriede, Morgefriede, Morgefriede i dr Rund.


Max Lienert

Im Läbe het ...

Im Läbe het di mängisch scho
ganz öppis Grosses übernoh.
Häsch g'schtunet ganzi Stunde,
Chor: summen bis zum Jodel

E sone Wält im Maiegwand,
en schöne Abig übrem Land,
es Weizefäld mit Garbe,
Chor: summen...... de Härbscht mit sine Farbe!

E Liebi, wo eim d'Sorge nimmt,
es Gloggeglüt, wo heiter stimmt,
es ewigs Wiederwärde,
Chor: summen...... wie schön isch eusi Ärde!

Im Läbe dunkts di mängisch scho,
du settisch eifach blybe stoh.
Und wie i vielne Stunde,
Chor: summen bis zum Jodel

 

Marie-Theres von Gunten

Jödele - Bödele

Was sött me da nüd jödele,
eis luschtig si und bödele i dere b'stobne Zyt.
Jung simmer jung und dile guet,
stolz wien ä Federe uf em Huet
und gümpisch wien ä Rit.

Was sött me da nüd bödele,
eis luschtig si und jödele ob's sunnet oder schnyt.
He s'gruchse isch si nüd der wärt;
du chunsch ja glich i teufe Härd,
ob d'juzisch oder nüd.

Was sött me da nüd jödele,
eis luschtig si und bödele dr Zeiger isch gly wit.
Hei jupedihee, mir jödeled,
mir tanzed eis und bödeled,
so lang as's in is lyt.

Hans W. Schneller

Kyrie

Herrgott lueg is aa,
muesch Erbame ha.
Hend nüd immer herrlich gsunge,
Mängisch hed’s nüd suber klunge, 
wiä’s e so cha gah, muesch Erbarme ha.

Herrgott lueg is aa,
muesch Erbame ha.
Tue-n-iis nüd uf d’Site stelle,
hettid’s gäre besser welle,
lueg jetz dra verbii, tue barmherzig sii.

(Josef von Matt; Heinz Willisegger)

Lueget, loset, gnüsset!

Lueget wie d'Blueme zum Bode us stosse!     
Rings ume isch scho de Früehlig verwacht.
Tuusig vo Blüete, die chlyne und grosse
chleide de Tag in ne farbigi Pracht.
Lueget, ja lueget! Lueget und lueget!
Rund um öis ume e farbigi Pracht!

Loset wie d'Vögel am Morge früeh singe,
zerscht na ganz hübschli, versteckt i de Äscht.
Na dis na mälde sich tussig vo Stimme
zu mene jubelnde Früehmorgefäscht.
Loset ja, ja loset. Loset die Stimme.
Loset wie's jublet zum Früehmorgefäscht.

Gnüsset de Tag a de wärmende Sunne, 
d'Liebi, wo s'einti zum andere zieht. 
D'Liebi wo weckt wie ne sprudelnde Brunne.
Stimmet mit y i das heiteri Lied!
Gnüsset die Tage, d'Sunne und d'Liebi!
Stimmet voll Fröide mit y is heiteri Lied.

Marie-Theres von Gunten

O Alpehorn

O Alpehorn so urchig schön!
Wie tönsch au du dur d'Summerrueh.
Wie rüefe mir die liebe Tön im Echo guete n'Abig zue.
O Alpehorn so schön, so urchig schön, so schön.
Wie tönsch au du dur d'Summerrueh.

O Edelwiss am Dosserand!
Wie luegsch au du so buschber dri.
Und bisch doch i dim wisse Gwand i mängem scho s'Verderbe gsi.
O Edelwiss am Rand, am Dosserand, am Rand.
Wie luegsch au du so buschber dri.

O Säntefahrt dur d'Hohle us!
Möcht dich so gärn no einisch gseh.
De Muni mit em Meyestruss und hindena di Tschupple Veh.
O Sänte- Säntefahrt, dur d'Hohlen, Hohlen us.
Möcht dich so gärn no einisch gseh.

Hans W. Schneller

s'Dorf erwachet

Wänn d'Sunne hät der Cherum gmacht
und heizue chunt vom Wandere,
verlöscht au langsam i der Nacht
eis Stärnli nach em andre.
Kristallklar glänzt de Morgetau
im Widerschy vom Ätherblau
Kristallklar glänzt de Morgetau
im Widerschy vom Ätherblau


De Bärgwald staht na finster da
im Dämmer na verborge,
doch drüberie und hinedra
strahlt fürig rot de Morge.
Im Dörfli styged, wie zum Gruess,
scho Räuchli us de Chämi us.
Im Dörfli styged, wie zum Gruess,
scho Räuchli us de Chämi us.

 

Hell tönt en Dängelhammerschlag
dur's Dorf i alli Gade,
und bald gaht uf em junge Tag
de letschti Feisterlade uf.
I Huus und Schür i Fäld und Ried
singt s'Tagwärch jetzt sis Morgelied
I Huus und Schür i Fäld und Ried
singt s'Tagwärch jetzt sis Morgelied

 

P. Müller-Egger

S’Liecht i dir

Wänn früeh am Morge das erschti Liecht 
dur all die Wulche durebricht,
vergaht das Dunkli vo de Nacht,
der Tag zeigt sis schöni Gsicht.

Wie wärs, gäbs keis Liecht uf dere Wält,
mer chöntis nöd chaufe um keis Gäld,
wie trüeb, wie läär, wie kahl das wär:
Mit Liecht isch doch alls nöd so schwär!

Lass doch das Liecht i dis chline Härz,
vertribt sogar en Hufe Schmärz.
Nimm doch die Strahle is Läbe mit, 
trägs witer so viel es git!

Silvia Bürgi-Häfliger

S’Plange

Ich ga am Morge früeh id Bärge,

ich wandre gärn und ha mi Rueh;

ich weiss es Fläckli heili Ärde,

det lueg i gärn de Gämsi zue.

Zwischenjodel...

Ich g'pschür es Plange i mir inn,

ich glaub es hät en tüfe, tüfe Sinn!

 

Oh wie das blüeht uf dene Matte,

es Farbespiel i bunte Tön,

en g'schänkte Tag dörf ich da gnüsse,

wie isch die Alpewält so schön!

Zwischenjodel...

Ich g'schpüre Friede i mir inn;

ich glaub es hät en tüfe, tüfe Sinn!

 

Es dunklet, d'Abigglogge lütet,

de Schatte schlicht a d'Felsewand;

e grossi Rueh, en stille Friede!

Oh bhüet eus Gott, das Schwizerland.

Zwischenjodel...

Ich g'gschpüre Liebi i mir inn,

ich glaub es hät en tüfe, tüfe Sinn!

 

Bhüet Gott mi Bärg. Heb Dank für alls!

Läb wohl! Läb wohl!

 

Therese Aeberhard-Häusler

Wänd na chli bliebe

Hüt isch sonen Tag, 

wie mer en gärn händ,

mer nähnd en wie er isch,

gönd na nüd hei.


D'Stündli gönd verbi, 

chönnt si nöd uf ha,

wänd na chli zäme si, 

wänd na eis ha.


So sölls witer gah,

bis früeh am Morge,

mir dänke hüt nöd dra,

was morn muess gah.


Ruedi Bieri